Giga User
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 Wallstreet

"Im Machtzentrum der Finanzwelt" ist an den Gebäuden unübersehbar, wieviel Geld dahinter stecken muß.
Z.B. das "World Financal Center" oder die Börse sind schon ziemlich beeindruckende Objekte, die ganze Umgebung
verrät, daß sich hier das Leben auf einer anderen Ebene abspielt.


 

 




 Chinatown & Little Italy

Nordöstlich von Lower Manhattan erstreckt sich eine Region, die aus ganz unterschiedlichen Vierteln mit
eigenem Character besteht, deren Grenzen allerdings verfließen.
Chinatown sieht schlimmer aus, als alle Teile die wir bisher sahen.
Schäbig, schmutzig und zum Teil heruntergekommene Häuser und Läden...einer schlimmer als der andere.
Dazu der Gestank von Müll, der aus den auf den Gehsteigen herumstehenden Tonnen kommt bzw. vom Müll,
der daneben herumliegt.
Nichts, aber auch gar nichts lädt mich persönlich hier zum kaufen irgendwelcher angebotener Waren ein und
auf gar keinen Fall haben wir Lust, hier irgendwo etwas zu essen.
Ich will mir gar nicht ausmalen, wie es ist, hier nachts unterwegs zu sein.
Mag sein, daß das jetzt auf den beigefügten Fotos nicht entsprechend der Beschreibung rüberkommt - ich kann nur
sagen - hingehen, selber anschauen.
Wesentlich angenehmer und erfreulicher aber ist Little Italy.
Wir sind direkt froh, aus Chinatown raus zu sein und sind sehr erfreut über den positiven Eindruck in Little Italy.
Sehr nette Lokale, zum Teil mit Sitzmöglichkeiten im Freien, die die Leute zum Teil im Mantel sitzend nützen, nur
um ihren Kaffee in der noch schwachen Sonne trinken zu können.
Hier fühlen wir uns sofort wohl und die Geräuschkulisse der vielen italienisch sprechenden Leute wirkt angenehm.
Die Lokale hier sind auch sehr gut besucht, die Straßen sind wesentlich sauberer und auch die Gerüche
sind einladend, sodaß wir beschließen, in einem der Cafe-Restaurants essen zu gehen.
Bei Pasta und Lasagne und gutem Kaffee läßt es sich aushalten ;-)




 



Brooklyn Bridge

Im Jahr 1883 wurde die Brookly Bridge eröffnet und war zu diesem Zeitpunkt ein technisches Wunderwerk, war sie doch
die größte und erste Hängebrücke aus Stahl.
Sie verbindet Manhattan mit Brooklyn, die damals noch unabhängige Städte waren.
Konstruiert wurde das Bauwerk von Johann August Röbling, einem Ingenieur aus Thüringen stammend, der auch Erfinder des
Drahtseils war.
Da er aber bereits drei Wochen nach Baubeginn starb, führte sein Sohn Washington das Projekt weiter, der es aber
ebenfalls nicht vollenden konnte, er erlitt 1872 im Senkkasten während der Besichtigung der Pfeilerfundamente durch
die Druckluft eine Lähmung, somit war sein Frau Emily vor Ort tätig. Senkkästen und Tragseile zum Ausheben der
Pfeilerfundamente waren revolutionäre technische Verfahren.
16 Jahre lang arbeiteten 600 Männer an der Brücke, 20 Todesfälle waren zu beklagen.
1883 ratterten dann erstmals Pferdefuhrwerke auf der Außenbahn, die Straßenbahnen auf der
"zweiten Spur" und die Fußgänger in der um 5,5 m höhergelegten Mitte.
Als bei der Eröffnung 1883 eine Frau auf der insgesamt 40 m über dem Wasser verlaufenden Brücke stolperte,
brach eine Panik aus, für viele war dieses technische Wunderwerk ein "Werk des Teufels".


 


 



 Empire State Building


In der 34. Straße befindet sich eines der interessantesten Gebäude, das Empire State Building, also mitten in der Stadt,
das bei guter Sicht in alle Richtungen atemberaubende Aussichten verspricht.
Zwischen 1929 und 1931 wurde es nach Plänen des New Yorker Architektenbüros Shreve, Lamb  & Harmon Ass in turbulenten
Zeiten von Börsenkrach und Wirtschaftskrise erbaut, sodaß es nach der Eröffnung lange leer stand und deshalb auch
"The Empty State Building" genannt wurde.
Weitere Beinamen wie "Achtes Weltwunder" oder "Cathedral of the Skies" bezogen sich auf die Höhe, bis 1973 galt
der 110-stöckige Bau mit 448 m (ohne Antennen 381m) als höchstes Gebäude der Welt.
Im 86. Stock befindet sich auf 320 m Höhe das erste Aussichtsdeck, im 102. Stock ist das
Freiluftplateau.
Der Bau wurde großteils aus vorgefertigten Teilen um ein Stahlgerüst herum errichtet, als Fundament und
Verankerung dienen 200 unterirdische Stahl- und Betonpfeiler.
Im Inneren verbinden 73 Hochgeschwindigkeitsaufzüge die Etagen, die 1860 Stufen von der Lobby zum
101. Stock benutzen lediglich Langstreckenläufer anlässlich des "Empire State Run-Ups".
Es gibt insgesamt 6.500 Fenster und es wurden 60.000 Tonnen Stahl verwendet.
Einer meiner Lieblingsfilme ist "Sleepless in Seattle" und alleine deshalb mußte ich da rauf...
Das lange Anstehen (erst beim Kauf der Tickets und dann zum Hinauffahren) in endlosen Schlangen und
zahlreichen Gängen beraubt mich schließlich jeder Romantik.
Dazu kam noch, daß offenbar in manchen Lobbybereichen Umbauten stattfinden und es abschnittsweise ziemlich heiß war,
die vielen Ventilatoren, die provisorisch an den Wänden angebracht waren, konnten nur ein wenig Milderung bringen.
Da dies doch länger dauerte, als wir annahmen, ist es vorteilhaft, reichlich zu trinken und einen stabilen Kreislauf
zu haben.
13 $ kostet ein einfaches Ticket pro Person für den Aufzug, wer interessiert ist an Erklärungen in diversen Sprachen
via Headphones und Audiogerät, zahlt mehr und erhält vor Erreichen der Aussichtsplattform ein entsprechendes Gerät.
Natürlich hat man sich hier auch div. Securitychecks zu unterziehen, ähnlich wie am Airport wird alles was man bei
sich hat durchleuchtet bzw. geht man durch einen Securitybogen, der auf alles Metallische anschlägt.
Die Auffahrt mit dem Lift erfolgt auf zwei Raten...erst fährt man in den 86. Stock...dann wieder warten und anstellen, Auffahrt
in den 102. Stock, um dann endlich auf das Plateau rausgehen zu können.
Dieser Anblick ist aber tatsächlich atemberaubend schön!
Trotz dieser Strapazen, die man auf sich nehmen muß, sollte man NYC nicht verlassen, ohne da oben gewesen zu sein.
Ich denke, die Bilder sprechen für sich...


 





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Liebe Grüße
11i

                         °""° You may say I'm a dreamer, but I'm not the only one . . . °""°