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Danke, Martina. Wir werden ja sehen was noch kommt!!?

Frueher als erwartet bin ich in Christchurch angekommen, meiner letzten Destination in Neuseeland. Und Neuseeland zeigt sich wettertechnisch von seiner besten Seite. Herrliches warmes Herbstwetter und Baeume und Straeucher sind voll mit Fruechten des Herbstes. Da habt Ihr es besser ... bei euch kommt der Fruehling!

Die letzten Tage hier hab ich mir etwas entspannter vorgestellt ... ohne Gedanken an Ungeziefer und wie ich sie loswerde.

Ausserdem ist es ein komisches Gefuehl "angekommen" zu sein. Uebliche Tagesablaeufe gibts nicht mehr. Kein Landkartenchecken und Ueberlegen, wohin man faehrt. Die Tage waren mit Radfahren gefuellt, jetzt bin ich in einer Stadt. Alles ist so anders. Habe mich schon auf's Einkaufen gefreut, denn wenn man alles in seinen Packtaschen transportieren muss, ueberlegt man sich jeden Einkauf gruendlichst. So hab ich allen Verlockungen widerstanden ... und jetzt mag ich gar nichts kaufen. Aber ein paar Souvenirs werden es dann schon werden.

Heute war ich mit dem Rad noch in Sumner, einem wunderschoenen Vorort von Christchurch direkt am Meer mit langem Sandstrand.



Schwimmen und in der Sonne liegen scheint nicht das bevorzugte Vergnuegen der Kiwis zu sein. Das machen nur die Touristen. Die Kiwis paddeln, segeln, surfen, laufen, radeln oder sitzen auf Klappstuehlen in der Sonne. Jedenfalls verstehen sie was vom stilvollen Hausbau an der Kueste, egal ob klassisch oder modern. Ich war vollkommen fasziniert. Wahrscheinlich kann ich mir nicht einmal die Tuerklingel leisten ... :-(.

Nach 2 Naechten am Campingplatz uebersiedle ich morgen noch in ein privates AirBnB Quartier (schon in Wien gebucht). Wir werden ja sehen. Das letzte Quartier dieser Art bei meiner Reise nach Kanada war ja nicht ganz so der Burner. War in einem Abbruchhaus!!!
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Diesmal hab ich Glück mit dem Quartier. Sehr nette Vermieter und ein kleines Häuschen im hinteren Teil des hübschen Gartens.

Das Zentrum Christchurchs ist von den letzten Erdbeben noch immer sehr beeinträchtigt. Es wird zwar überall gebaut aber trotzdem sieht es noch immer wie nach einem Bombenangriff aus. Teilweise deprimierend.

Ja und meine Zeit läuft hier auch bald ab. Ich hab inzwischen auch genug von NZ, obwohl ich das Rad fahren jetzt schon vermisse. Das Rad lasse ich schweren Herzens zurück, habe aber in meinen Vermietern ganz nette Abnehmer gefunden.

Ein bisschen shoppen, einpacken und dann auf zu neuen Ufern. Was ich von NZ mitnehme: viele positive Eindrücke, trainierte Oberschenkel, ein paar Kilo mehr, ein paar Wanzenbisse und die Erkenntnis, dass ich Freunde und Familie nach drei Monaten schon sehr vermisse.
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Liebe Elisabeth,

wir freuen uns, dass du (fast) gesund bei deinem aktuellen Ziel angekommen bist und bedanken uns herzlichst für die tollen Berichte und Fotos.

Die Wanzen solltest du aber besser dort lassen und NICHT mitbringen, sonst beginnt die Erde, sich unrund zu drehen ...
???

Schade, dass du den 1,85m großen, dunkelhaarigen, muskulösen Typen mit Sixpack aus den "Neuseeland-Romanen" diesmal nicht gefunden hast. Möglicherweise ist er gerade auf Radtour in Stinatz ...
:D

Wohin geht's in der nächsten Staffel?

lg
ff
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Lieber Fritz! Habe sofort einen Flug nach Stinatz buchen wollen ... leider kein internationaler Flughafen. Verdammt, wieder nix!!

Da die Reise ja UM die Welt geht, ist die nächste Destination Tahiti. Diese Destination war aber wieder einmal hart erkämpft. Nach einem Inlandflug nach Auckland hat es geheißen: In Tahiti wird gestreikt, keine Flüge! Nun ist es aber so, dass ich nicht nur einen Anschlussflug sondern auch einen Segeltörn gebucht habe.

War total niedergeschlagen und da hat sich NZ von seiner besten Seite gezeigt. Zwei Kiwis, selbst am Sprung in den Urlaub, haben mir eine Unterkunft und Knowhow vermittelt. Habe nicht danach gefragt, die habens einfach schnell gecheckt. Das ist wirklich bemerkenswert in Nz. ABER Flug dann doch mit großer Verspätung, Anschlussflug über diese wunderschönen Inseln mit Korallenlagunen.

Ja, und jetzt bin ich auf Ra i atea, eine der Inseln im Wind, Teil der Gesellschaftsinseln. Atlas rausholen und nachsehe!!!!! Und ab morgen mach ich einen 10-tägigen Segeltörn zwischen den Inseln im Wind ... ! :-)

PS: Übernachte heute in einem Privathaus, ganz für mich. Auf eine Terasse sieht man ins Grüne ... und wenn man genau schaut, sieht man dahinter Rasen.



Gehört zum Schulzentrum des Ortes ... und ich kann die Stundenglocken läuten hören, und das ist KEINE Einbildung. Da hat irgendjemand einen (fiesen) Plan ...
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Ja, ich lebe noch. Und es geht mir blendend.

10 Tage auf einem Katamaran in türkisen Lagunen zwischen Inseln mit so wohlklingenden Namen wie Raiatea, Tahaa (Vanilleinsel), Bora Bora und Huahine, den Inseln unter dem Wind. Danach Moorea und Tahiti, den Inseln im Wind. Nachsehen im Atlas, oh pardon, jetzt sieht man ja in Goole Maps nach!



Am Anfang musste ich mich zwar an's (Fast)nichtstun gewöhnen, aber Inselausflüge, schnorcheln mit Haien, Rochen und vielen Korallenfischen und herumpaddeln haben mich etwas in Bewegung gehalten.




Auch die hohen Wellen habe ich vertragen und bin nicht, wie erwartet, über der Reling gehangen. Jedenfalls ist mir der Abschied vom Schiff und der Truppe an Bord (vielleicht auch vom Wein) recht schwer gefallen.

Jetzt aber bin ich auf Rapa Nui, der Osterinsel gelandet. Die hat mich mit Traumwetter überrascht. Mehr davon lest ihr in der Zeitung, wenn ich irrtümlich ein paar Moai ( Steinstatuen) umgeschmissen habe ...
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Während sich meine lieben Kollegen wegen der Osterferien in alle Windrichtungen aufmachen, neigt sich meine große Reise bald dem Ende zu. Aber vorerst bin ich noch auf Rapa Nui. Diese Insel hat mich total positiv überrascht. Habe sie mir viel unwirtlicher vorgestellt und auch viel kühler. Stattdessen Sommer pur, sehr freundliche Menschen, nur eine einzige Ortschaft und ein einziger Sandstrand. Und natürlich die Reste der alten Kultur.



Diese riesigen Statuen/Moai sind sehr faszinierend und noch viel beeindruckender als auf den Fotos.



Außerdem hat die Insel ein paar Hügel (max 507m), die man besteigen oder per MB befahren kann. Schon erledigt! Nach dem Faulsein am Katamaran tut die Bewegung richtig gut.

Natürlich konnte ich das Schuhplattln von Rapa Nui auch nicht auslassen ... also Tanzshow, schließlich bin ich ja Tourist ...



Den morgigen letzten Tag im Pazifik werde ich einfach nur badend, lesend und Cocktail trinkend verbringen.

In diesem Sinne
IORANA
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Nach den exotischen Inseln der Südsee gings schließlich wieder von der südlichen auf die nördliche Hemisphäre nach Kalifornien.

Einziger Grund: Felix, mein Sohn lebt hier mit Familie. Wie immer bin ich sehr herzlich aufgenommen worden. Ob es diesmal daran lag, dass ich nach so einer langen Zeit ohne Verpflichtungen, ganz wild war etwas zu arbeiten? Habe Ställe ausgemistet, verfugt und bei der Gartenarbeit geholfen. Und hab es richtig genossen!!!

Die vielen Geschäfte, die ich normalerweise besonders interessant finde, haben mich gar nicht gereizt. Außerdem passt nichts mehr in meine Reisetasche! Morgen breche ich dann zur letzten Station meiner Reise um die Welt auf: Island. Somit habe ich zum ersten Mal auf meiner Reise winterliche Temperaturen. Ihr alle freut Euch auf den Frühling und ich möchte endlich Schnee sehen.

Freue mich schon auf Wien 😀
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Hüte Dich vor Deinen Wünschen, denn sie könnten in Erfüllung gehen. Ich wollte Schnee ... jetzt hab ich Schnee.



Ich wusste allerdings nicht, dass es den nur im Paket mit Minusgraden und heftigem Wind gibt. Die Haut in meinem Gesicht wird bei diesen Arbeitsbedingungen bald kündigen. Vieles von meinem Gewand, das ich bis jetzt fast unbenützt mitgeschleppt habe, trage ich jetzt gleichzeitig an meinem Körper. Fünf Schichten! Komme mir vor wie ein Sumoringer.



Abgesehen vom Gejammere bezüglich Temperaturen, hat Island gehalten, was ich mir davon versprochen habe. Die Insel steht schon lange ganz oben auf meiner Liste und ich werde im Sommer (nicht heuer, denn Island ist teuer!!!) wiederkommen. Morgen bin ich dann wieder in Wien. Reisen ist zwar supertoll, aber jetzt freue ich mich schon sehr auf Familie und Freunde😀😀😀😀

Die Reisetasche muss gelüftet werden, Wäsche gewaschen und Mitbringsel verteilt werden ... und wenn ich mir's so recht überlege ... ich hab ja noch Zeit !!! ... für Griechenland, Italien, Spanien, Dänemark, ... und da gibt es auch noch eine Einladung zu einer Hochzeit in Kalifornien ... und ...
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Hallo? Funkstille? Bist du in den Öræfajökull gefallen?

:ghostface:
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Liebe Forumbesucher und in Gedanken Mitreisende!

Jetzt sind es schon über zwei Wochen seit ich wieder österreichischen Boden betreten habe. Der Empfang am Flughafen von Freunden und Familie mit Luftballon und Sachertorte hat mich sehr berührt.

Fritz, mein Webmaster,  ist mir virtuell auf die Füße gestiegen, doch endlich eine Abschlussbemerkung zu schreiben. Et viola...

Ich bin sehr froh, dass ich diese Reise gemacht und (fast) unbeschadet überstanden habe. Endlich konnte ich mein Traumziel Neuseeland bereisen. Das Land per Fahrrad zu bereisen war absolut richtig für mich = Bewegung in freier Natur, nahe (manchmal zu nahe) an Wind und Wetter. Neuseeland war landschaftlich sehr abwechslungsreich und faszinierend, jedoch haben mich eher die Orte beeindruckt, die nicht auf einer NZ-to-do-Liste stehen. Alleine zu reisen hat mein Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung gestillt, manchmal allerdings war ich doch recht einsam unterwegs. Trotzdem gab es einige Begegnungen von Einheimischen oder Reisenden, die meine Reise sehr bereichert haben, manche werde ich wieder treffen.

Meine Bestenliste in NZ:

1. Mein Herz berührt hat Stewart Island mit dem einzigen Ort Oban ganz im Süden NZs. Habe mich sofort wohl gefühlt und wäre ich nicht an Ö gebunden, sofort dortgeblieben.

2. Die Region um Colville auf der Coromandel Halbinsel auf der Nordinsel. Herrliche Landschaft mit Hügeln, Bächen, Kühen, Farmen in Kombination mit  Meer. Als ich dort war haben außerdem die neuseeländischen Weihnachtsbäume / Pohutukawabäume geblüht. Soo schön.

3. Der Ort Kaikoura im Osten der Südinsel. Entspannter, geschichtsträchtiger Ort mit herrlichen Klippen, Seelöwen und gemütlichen Lokalen. Leider große Schäden durch Erdbeben.

4. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Neuseeländer.

Albtraumliste in NZ:

1. Wanzenattacke im Hostel in Akaroa.

2. Queenstown, die Stadt in die alle wollen, vor allem Chinesen. Motto: höher, schneller, gefährlicher. Vollkommen überfüllt und das Krebsgeschwür von Neuseeland.

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* Segeltörn in Französisch Polynesien
Einer der Höhepunkte meiner Reise. Würde ich jederzeit wiederholen und jedem empfehlen!!!!!!

* Osterinsel/Rapa Nui
Hat mich positiv überrascht und war noch beeindruckender als gedacht. Auch so eine Insel zum Auswandern?!

* Kalifornien bei meinem Sohn und Familie  :)  :)  :)  :)

* Island
Sooo kalt, ich komme wieder ... im Sommer.

Erkenntnis der Reise: Familie und Freunde sind mir sehr wichtig und zu Hause ist es auch schön!!!! Wenn ich jedoch die Weltkarte so betrachte ...

Euch wünsche ich viele tolle Reisen, von denen ich dann hier lesen und in Gedanken mitreisen kann denn ...

DIE WELT IST EIN BUCH. WER NIE REIST, SIEHT NUR EINE SEITE DAVON. (Aurelius Augustinus)